Weiterbildung 2026: Was Unternehmen jetzt vorbereiten sollten

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Die Weiterbildung steht vor einem Richtungswechsel. Lernen muss künftig deutlich strategischer gedacht werden als bisher. Für Unternehmen bedeutet das: Weiterbildung rückt näher an Führung, Organisationsentwicklung und langfristige Unternehmensziele heran. Mit Blick auf das Jahr 2026 beschreibt Quality Austria, eine österreichische Organisation für Zertifizierung, Qualitätsmanagement und Weiterbildung, mehrere Entwicklungen, die für Unternehmen und Weiterbildungsentscheider:innen relevant sind.

Weiterbildung als Teil von Führung und Organisation

Weiterbildung wird im Zusammenhang mit Unternehmensführung und Organisationsentwicklung betrachtet. Statt einzelner Schulungsmaßnahmen geht es um systematische Ansätze, bei denen Lernziele, Kompetenzentwicklung und strategische Ausrichtung miteinander verbunden werden. Lernen soll dabei gezielt zur Weiterentwicklung von Organisationen beitragen.

Kompetenzen rücken stärker in den Fokus

Neben fachlichem Wissen werden übergreifende Kompetenzen thematisiert. Dazu zählen unter anderem Problemlösungsfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Selbstorganisation und der Umgang mit komplexen Anforderungen. Weiterbildung zielt damit stärker auf die Entwicklung von Handlungskompetenz als auf die Vermittlung einzelner Inhalte.

Lernformate werden flexibler

Auch die Gestaltung von Weiterbildung verändert sich. Beschrieben werden modulare und digitale Lernformate sowie kombinierte Ansätze, die Präsenz- und Online-Lernen verbinden. Kürzere Lerneinheiten und praxisnahe Lernsettings sollen es erleichtern, Weiterbildung in den Arbeitsalltag zu integrieren und an konkrete Aufgaben anzupassen.

Orientierung durch Struktur und Qualitätskriterien

Angesichts der Vielzahl an Weiterbildungsangeboten wird der Bedarf an Orientierung hervorgehoben. Strukturierte Programme, klare Kriterien und nachvollziehbare Standards spielen dabei eine Rolle, um Weiterbildungsmaßnahmen gezielt auszuwählen und längerfristig einzusetzen.

Einordnung für Unternehmen

Die dargestellten Entwicklungen machen deutlich, dass Weiterbildung nicht isoliert betrachtet werden kann. Entscheidend ist die Einbettung in organisatorische und strategische Zusammenhänge. Unternehmen, die sich frühzeitig mit zukünftigen Kompetenzanforderungen, geeigneten Lernformaten und Qualitätsfragen befassen, schaffen damit eine Grundlage für nachhaltige Weiterentwicklung.

Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf der redaktionellen Auswertung eines Fachartikels von Quality Austria zu Weiterbildungstrends 2026.