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Im Gespräch: Sabine Prohaska

Sabine ProhaskaSabine Prohaska (www.seminarconsult.at) ist Trainerin, Coach und Autorin.

Welches Thema trainieren Sie?

Meine Kernthemen sind Trainings- und Beratungskompetenz. Ich zeige Menschen, wie sie Einzelpersonen, Teams oder Seminargruppen verständlich und empathisch anleiten können und wie sie Menschen bei ihrer Entwicklung unterstützen können. Das reicht von klassischen Trainer- und Coachingausbildungen über Managementseminare zum Thema „Lösungsorientierte Gesprächsführung“ bis hin zu firmeninternen Programmen wie Mentoren- oder Konfliktlotsenausbildungen. Mein Ziel ist es, den TeilnehmerInnen das Handwerkszeug für ihre Lehr- oder Beratungstätigkeiten an die Hand zu geben, um ihre Aufgaben professionell und authentisch ausführen zu können.

Was macht Sie dafür zum Experten?

Seit mehr als 20 Jahren bin als Managementtrainerin und Coach am Markt und habe seither mehr als 15.000 Menschen begleitet. Ich habe im Jahr 120 Trainingstage und unterstütze regelmäßig Führungskräfte im Coaching. Ich lehre also nicht nur, sondern trainiere und berate auch selbst. Dadurch erhalten meine Teilnehmer einen direkten Praxisbezug und mein Blick aufs Wesentliche im Training und Coaching ist geschärft.

Schon meine Studienwahl „Psychologie mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie“ war geprägt vom Wunsch mit Menschen zu arbeiten und sie bei ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Während meiner Studienzeit wurde ich an die Volkshochschule geholt, um Kurse zum Thema Konfliktmanagement und Lernen lernen zu halten. Eine Gruppe von unterschiedlichen Menschen zu einer lernfähigen Gruppe zu formen und die Ressourcen aller für alle nutzbar zu machen, übt noch heute eine große Faszination für mich aus. Letztendlich macht mich wohl auch das Feedback meiner Teilnehmer und die Rezensionen meiner Fachbücher zu einer Expertin auf diesem Gebiet.

Haben Sie ein Vorbild?

EIN Vorbild birgt für mich immer die Gefahr, eine Kopie werden zu wollen. Das vermittle ich auch meinen Teilnehmern in den Ausbildungen. Mir ist wichtig, dass jeder seinen eigenen Weg findet. Sehr wohl gibt es aber Menschen, die mich inspirieren. Das sind einerseits Menschen aus meinem privaten Umfeld, und Experten aus dem Training/Coaching, die interessante Zugänge und Sichtweisen haben.

Wie motivieren Sie sich selbst?

Ich habe das Privileg, dass mir meine Arbeit sehr viel Spaß macht. Sie ist abwechslungsreich und fordert mich positiv. Es gilt, immer am Puls der Zeit zu bleiben, neue Seminardesigns zu entwerfen, sich mit neuen Fragestellungen von Coachees zu beschäftigen, sich selber weiterzubilden. Das alles entspricht meiner Persönlichkeit und motiviert mich.

Was macht den Trainerberuf für Sie so besonders?

Das Schöne am Beruf ist die sichtbare Veränderung und damit verbunden sehr oft das positive Feedback der Teilnehmer. Besonders bei Lehrgängen, die eine längere Zeit dauern, werden diese Veränderungen sichtbar und erstaunen nicht nur die Teilnehmer selber sondern auch immer wieder uns Trainer.
In meinem Beruf darf ich jeden Tag neue Menschen kennen lernen und sie ein Stück auf ihrem (beruflichen) Weg begleiten. Ich habe Einblicke in ganz unterschiedliche Branchen, Firmenkulturen und Hierarchien. Damit gleicht kein Arbeitstag dem anderen. Die Selbstständigkeit ermöglicht mir zudem eine gewisse Freiheit und Gestaltungsspielraum.

Welches Seminar würden Sie gerne besuchen?

Mein persönliches Credo lautet, mich jedes Jahr für ein, zwei oder mehr Tage weiterzubilden. Heuer habe ich schon eine Online-Ausbildung für E-Learning im Training absolviert und im Herbst werde ich in Heidelberg zum dritten Mal am Kongress „ Mentale Stärken“ teilnehmen. Ich gönne mir somit regelmäßig jene Seminare und Ausbildungen, die ich gerade interessant finde.

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