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Im Gespräch: Patrick Nini

Patrick Nini (www.patricknini.at) ist Trainer, Coach und Speaker.

Welches Thema trainieren Sie?

Ich zeige Menschen, wie sie ihren Standpunkt präsentieren, indem sie die Kommunikation in den Vordergrund stellen. Gut präsentieren kann so einfach sein, wenn wir einfach weniger präsentieren und mehr kommunizieren. Wir sollten uns nicht hinter Floskeln, Killerphrasen oder Folien verstecken, sondern können einfach unser Gesicht zeigen, indem wir Mut haben, unsere Meinung zu äußern, eine Beziehung zu den Zuhörern aufbauen und ganz relevanten Inhalt kommunizieren.

Was macht Sie dafür zum Experten?

Vor anderen zu präsentieren, begleitet mich seit meiner Jugend. Mit 18 durfte ich das erste Mal eine Veranstaltung mit 1500 Gästen moderieren, später war ich als Model tätig. Kommunikation und Präsentation wurden so zu meiner Leidenschaft. Als Consultant und Banker war ich täglich damit konfrontiert. Es folgten zahlreiche Seminare, Rhetorik-Wettbewerbe und der Wechsel in die Weiterbildungsbranche. Zum Experten macht mich wohl das Feedback der Kunden und die Rezensionen meiner Bücher und Veröffentlichungen. Als Vortragsredner zum gleichnamigen Thema „Mut zur Meinung“ lebe ich vor, was ich in den Seminaren trainiere.

Haben Sie ein Vorbild?

Wenn es um das Thema „Mut zur Meinung“ geht, bewundere ich Malala Yousafzai. 2014 hat Sie den Friedensnobelpreis gewonnen, weil Sie Ihre Meinung kommuniziert, obwohl ihr Leben auf dem Spiel stand. Glücklicherweise haben wir in Österreich freie Meinungsäußerung und ohne dabei unser Leben zu riskieren. Wir sollten aber immer öfters unsere Meinung kundtun, wenn es erforderlich ist und gleichzeitig schweigen, wenn es angebracht ist. Malala hat den Mut zur Meinung, der in unseren Breiten manchmal fehlt.

Wie motivieren Sie sich selbst?

Ich helfe Menschen, dass sie besser vor anderen sprechen können. Mir macht es Spaß, ihnen Hilfestellungen und Werkzeuge dafür zu bieten. Gleichzeitig bin ich ein Visionär. Durch Digitalisierung verändert sich auch die Kommunikation. Vom Lagerfeuer bis zum Virtual-Reality-Meeting-Raum. Ich beschäftige mich damit, wie wir Digitalisierung nutzen können, um gleichzeitig als Mensch im Mittelpunkt zu bleiben.

Was macht den Trainerberuf für Sie so besonders?

Das Schöne am Beruf ist die sichtbare Veränderung, die man bereits nach einem Tag bei den Teilnehmern sieht. Ich gestalte meine Seminare so, dass die Teilnehmer gerne ihre eigenen Komfortzone verlassen und so ungeahnte Talente entdecken. Bei mir sieht jeder Trainingstag anders aus, da ich auf die individuellen Bedürfnisse meiner Teilnehmer eingehe.

Welches Seminar würden Sie gerne besuchen?

Präsentieren hat so viele Facetten. Von der Argumentation bis zur Zauberei. Als Trainer hat man die Aufgabe, seine eigenen Inhalte ständig weiter zu entwickeln. Die Inspiration hole ich mir dabei aus anderen Bereichen, die alle mit dem Kernthema „Präsentieren“ in Berührung kommen. So würde ich gerne das eine oder andere Zauberkunststück beherrschen, um es in meine Vorträge integrieren zu können.