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Zivilcourage: Mut zum Handeln

Zivilcourage: Mut zum Handeln

Sie werden unerwartet Zeugin, wie drei junge Männer eine Frau belästigen. Oder im Bus: Eine Frau beschimpft eine andere, weil diese ihrer Meinung nach zu laut in einer „fremden“ Sprache spricht. Kommen Ihnen diese Situationen bekannt vor? Und sind Sie unsicher, ob Sie eingreifen würden, wenn Sie Zeuge bzw. Zeugin dieser Situation würden? Dann könnte Ihnen ein Zivilcourage-Training helfen, beim nächsten Mal sicherer zu reagieren und zufriedener mit Ihrer Reaktion zu sein.

Was bedeutet Zivilcourage?

Eine einfache Google-Suche bringt viele unter- schiedliche Definitionen. ZARA – Zivilcourage und Antirassismus-Arbeit veranstaltet seit Jahren Zivilcourage-Trainings und verwendet den Begriff so: „Zivilcourage beginnt mit Wahrnehmung und Verantwortungsgefühl und mündet in zivilcouragiertem Handeln. Dies bedeutet, den Mut zu haben, sich für jemanden, dem Unrecht geschieht, einzusetzen. Dies kann das Risiko eigener Nachteile beinhalten und unter Umständen den gesellschaftlichen und staatlichen Regeln oder Tendenzen zuwiderlaufen.“ Wahrnehmung bedeutet vor allem: nicht wegzuschauen, wenn es unangenehm wird. Oft bekommen Menschen, in deren unmittelbarer Umgebung andere beleidigt oder körperlich attackiert werden, gar nicht mit, wasgeschieht. Das kann viele Gründe haben: Sie wollen in nichts hineingezogen werden, wissen nicht, ob sie ein Konflikt angeht. Verantwortungsgefühl beweise ich dann, wenn ich mich für das Umfeld, in dem ich lebe, interessiere und es im Sinn meiner Werte mitgestalte. Solche Werte können sehr unterschiedlich sein – wie verhält es sich mit einem Rechtsradikalen, der „seine“ Busstation von Menschen, die aus seiner Sicht nicht dorthin gehören, befreien will – sogar unter Missachtung strafrechtlicher Bestimmungen? Dieser setzt sich wohl nicht für andere Menschen, denen Unrecht passiert, ein. Aber es stimmt natürlich: Zivilcouragiertes Handeln ist nicht unbedingt immer ein solches, das völlig in Einklang mit meinen Einstellungen stehen muss.

Aus dem bisher Gesagten lässt sich schließen: Zivilcourage bedeutet nicht, sich Hals über Kopf in Situationen zu begeben, in denen ich weder mir noch jemand anderem helfen kann. Sie bezeichnet eher eine Haltung, die sich die meisten Menschen erarbeiten müssen. In vielen Zivilcouragetrainings habe ich erlebt, dass nur eine Minderheit dieses Hinschauen in unangenehmen Situationen und das verantwortungsvolle Handeln, wenn es um die Unter- stützung von Menschen geht, die Opfer von Unrecht werden, von klein auf gelernt haben.

Mythos Schlagfertigkeit

Manche Menschen glauben, dass es in solchen Situationen genügt, schlagfertig zu sein. Natürlich hilft diese Fähigkeit – und sie wird in Trainings auch geübt. Aber allzu oft ist sie eine Ausrede, um in weiterer Folge anzufügen: „Entweder man ist schlagfertig – oder nicht. Und mir fällt leider immer erst im Nachhinein die passende Bemerkung ein.“ Doch da handelt es sich um einen Irrtum. Es ist keineswegs so, dass manche Menschen in allen Situationen spontan wirkungsvoll reagieren und andere nie. […]

Neugierig auf den kompletten Artikel von MMag. Volker Frey?
Die ganze Story lesen Sie in der Ausgabe des eMagazins BILDUNGaktuell (06/2010) ab Seite 6.

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Foto: istockphoto