
Dr. Caremen Russoniello, Associate Professor und Leiter des Psychophysiology and Biofeedback Center an der ECU: „Ich habe in der Vergangenheit viele klinische Studien im Bereich der Freizeittherapie durchgeführt, aber diese war die erste, die den Versuch unternahm, den therapeutischen Nutzen von Videospielen zu bestimmen. Die Ergebnisse dieser Studie sind beeindruckend und verblüffend, was das Ausmass der Auswirkungen der Spiele auf das individuelle Stressniveau und das Gesamtbefinden angeht. In Verbindung mit der hohen Glaubwürdigkeit dieser Ergebnisse aufgrund der eingesetzten Methodologie und Technik, bin ich der Ansicht, dass es bei stimmungsabhängigen Krankheiten, wie Depression, und durch Stress verursachten Krankheiten, einschliesslich von Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, ein weites Feld an therapeutischen Einsatzmöglichkeiten für „Casual-Games“ gibt. Zugegeben, diese Studie ist lediglich ein erster Schritt und es muss noch viel mehr unternommen werden, ehe Videospiele als Behandlungsmethode für medizinische Leiden verschrieben werden können. Trotzdem bestätigen diese aufregenden Resultate die anekdotische Beweislage, dass Menschen gelegentlich Videospiele spielen, um ihre Stimmung aufzuheitern und Stress abzubauen. Dies war der Vorbote für das Potenzial von gelegentlichem Spielen für die Gesundheitsvorsorge, Krankheitsprävention und die Behandlung von stress- und stimmungsabhängigen Krankheiten.“
Das Spiel Bejeweled 2 reduzierte das Stressniveau nachweislich um 54% im Vergleich zur Kontrollgruppe. Peggle und Bookworm Adventures verringerten zwar das einzelne körperliche Stressniveau nicht wesentlich, jedoch hatten diese Spiele, in einigen Fällen sogar erheblichen, Einfluss auf die psychische Angespanntheit, auf Depression und andere Gemütsverfassungen.
Die Studie wurde zwischen Oktober 2007 und April 2008 durchgeführt und umfasste insgesamt 134 Teilnehmer. Die detaillierten Studiendaten finden Sie unter www.ecu.edu/biofeedback
