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Österreichs Unternehmen sind Kooperationsmuffel

Die zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft führt zu einer stetig steigenden Vernetzung von Unternehmen. Die Notwendigkeit von firmen- und brachenübergreifender Zusammenarbeit wächst. Selbst mit Mitbewerbern zu kooperieren, kann sich positiv auf das Geschäft auswirken. In den Bereichen Ausbildung, Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik und im IT- und Telekom-Bereich ist Zusammenarbeit schon heute ein zentraler Erfolgsfaktor, um Effizienz zu steigern, Zeit und Kosten zu sparen oder um neue Märkte zu erschließen.

Der „Collaboration“ genannte Wirtschaftstrend könnte auch die Wettbewerbsfähigkeit der zumeist kleinen und mittleren österreichischen Unternehmen im internationalen Vergleich enorm stärken. Wie stehen die österreichischen Unternehmen zum Thema „Collaboration“ und welche dafür notwendigen Kommunikationstechnologien kommen hierzulande in der Praxis zur Anwendung?

Das haben Cisco, der weltweit führende Anbieter von Networking-Lösungen, und die Wirtschaftkammer Österreich (WKÖ) jetzt gemeinsam erhoben. In einer vom Institut Marketagent.com durchgeführten Studie mit dem Titel „Collaboration – Unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in Österreich“ wurden 335 Führungskräfte aus österreichischen Unternehmen befragt.
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Die Ergebnisse: Nur 3,3 Prozent der österreichischen Unternehmen beurteilen die Bereitschaft zur unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit hierzulande als „sehr ausgeprägt“. Beim Rest herrscht geteilte Meinung. Etwas mehr als die Hälfte (51,9%) aller Befragten bezeichnet die Kooperationsbereitschaft mit „kaum vorhanden“, während 46 Prozent sie noch mit „Gut“ beurteilen.

Über 92 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Kooperationsbereitschaft in der Wirtschaft anderer Länder ausgeprägter (36,4% „generell“, 55,8% „in manchen Bereichen“) als in Österreich ist und dass Maßnahmen gesetzt werden sollten. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen wünscht sich Förderungen der öffentlichen Hand zur Entwicklung von Kollaborations-Projekten.

Carlo Wolf, General Manager von Cisco Austria: „Collaboration entsteht zuallererst in den Köpfen der Menschen und kann erst danach in den Unternehmen umgesetzt werden. Darum unterstützen wir von Cisco eine breite Information zum Thema und haben ‚Collaboration‘ zum Jahresschwerpunkt 2008 und zum Hauptthema unserer Kundenveranstaltung ‚Cisco Expo‘ am 3. April in der Messe Wien gemacht.“

Dank Internet und modernen Telekommunikationsanwendungen, wie IP-Telefonie, Unified Messaging, Video-Konferenzen, Soziale Netzwerke (Web 2.0) etc., ist es heute besonders einfach mit anderen Unternehmen oder an unterschiedlichen Firmenstandorten effizient zusammenzuarbeiten. „An der Technik scheitert es nicht. Wir haben für jede Unternehmensgröße und jede Branche die passende Kommunikations-Lösungen“, so Wolf.

Wie die Studie gezeigt hat und wie auch die Erfahrungen der Experten der Wirtschaftskammer Österreich bestätigen, gibt es auch bereits eine Reihe von erfolgreichen Einzelprojekten, die das Potenzial für die Gesamtwirtschaft aufzeigen. Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich: „Wir haben in Österreich hervorragende Cluster, z. B. in der Automobilindustrie oder im Pharma-Bereich, die keinen internationalen Vergleich scheuen müssen. Die Studie zeigt jedoch auf, dass es in vielen Bereichen noch starke Vorbehalte gegenüber unternehmensübergreifenden Kooperationen gibt. Dabei ist es bewiesen, dass es in vielen Teilsegmenten der Wirtschaft sinnvoll ist, auch mit seinen lokalen Mitbewerbern zu kooperieren, um im internationalen Wettbewerb besser bestehen und erfolgreich sein zu können.“

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Jene österreichischen Unternehmen, die bereits heute regelmäßig mit anderen zusammenarbeiten, bezeichnen Kostenersparnis (58,8 Prozent) und gegenseitigen Know-how-Transfer (37,3 Prozent) als die wesentlichen Vorteile. Vor allem im Bereich der Aus- und Weiterbildung (37,3 Prozent), beim Einsatz von IT/Telekommunikations- und Netzwerktechnologien (26,3 Prozent), sowie beim Einkauf (23,3 Prozent) kooperieren bereits relativ viele Unternehmen auch mit ihren potenziellen Mitbewerbern, um gemeinsam erfolgreicher zu sein. Bei der Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung gibt es allerdings große Zurückhaltung – nur 15 Prozent der Befragten berichten von unternehmensüberschreitenden Kooperationen in diesem Bereich. Zu groß ist die Angst vor Verlust von Firmengeheimnissen (56,7 Prozent).

Jedes sechste Unternehmen (16,1 Prozent) möchte mit anderen Unternehmen verstärkt zusammenarbeiten, berichtet aber vom Problem der Inkompatibilität ihrer IT-Systeme, die das verhindern. Hochhauser: „Mit mehr ‚Collaboration‘ könnte die österreichische Wirtschaft noch erfolgreicher sein. Dazu Bedarf es auch der verstärkten Nutzung moderner Informationstechnologien. Die Wirtschaftskammer Österreich wird beim kommenden E-Day, der am 6. März 2008 in der Wiener Hofburg stattfindet, unter dem Titel „IT ist Chefsache“ wieder tausende Unternehmer direkt informieren und mit Experten zusammenbringen“.

Auch Cisco Austria wird dem enormen Informationsbedarf der österreichischen Wirtschaft zum Thema „Collaboration“ mit mehreren Aktivitäten begegnen. Die diesjährige „Cisco Expo“ in der Messe Wien (3. April 2008) wird ganz im Zeichen des Themas und den damit verbundenen Lösungen und Produkten von Cisco stehen. Auch der mit 5.000 Euro dotierte „Cisco Austria Award 2008“ befasst sich neben Web 2.0 mit dem Themenschwerpunkt „Collaboration“. Bis 5. März können Entwickler und Betreiber von erfolgreichen Projekten in den Bereichen Social Software, Online-Collaboration und Web-TV noch einreichen (per E-Mail an web2null@cisco.at).