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Studie: Digitale Transformation braucht starke Unternehmenskultur

Unternehmenskultur als entscheidender Faktor für Produktivität, Kreativität und Innovationskraft: Die Digitalisierung macht sich in immer mehr Branchen und Bereichen bemerkbar. Schon lange reicht es nicht mehr aus, nur die bekannten und direkten Mitbewerber im Auge zu behalten. Disruptive Start-Ups als auch etablierte Großunternehmen sind heute in der Lage ihre Geschäftsmodelle schnell und effektiv zu adaptieren, sodass bislang unerfüllte Kundenbedürfnisse von einem auf den anderen Tag erfüllt werden. Neben den wirtschaftlichen Gesamtkonzepten ändern sich auch die Anforderungen an die Unternehmenskultur, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit auf den globalen Märkten sicherzustellen.

Das stellt Führungskräfte vor eine schwierige Herausforderung: Es genügt nicht mehr, neue Technologien einzusetzen und darauf zu hoffen, dass sie Wunder im Sinne von Produktivität, Kreativität und Innovation vollbringen. Die digitale Transformation muss tiefgehend in der Unternehmenskultur verankert sein. Zahlreiche Entscheider sehen in der Digitalisierung neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Optimierung bestehender Geschäftsmodelle. Doch nur wer erkennt, dass digitale Transformation neben technologischem Fortschritt vor allem auch kulturellen Wandel bedeutet, wird seine Organisation erfolgreich in die digitale Zukunft führen.

„Um auf diesem Weg keine falsche Abzweigung zu nehmen, müssen Führung, Unternehmenskultur und Technologie optimal aufeinander abgestimmt werden“, sagt Michael Rehberger, One Commercial Partner & Small, Medium Corporate Lead bei Microsoft und Mitglied der Geschäftsführung.

Befragung von 20.000 MitarbeiterInnen in 21 EU-Ländern

Die Schlüsselfrage für Unternehmen lautet: „Wie kann Technologie meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirkungsvoll und möglichst nachhaltig im Rahmen der täglichen Arbeit unterstützen und so zu mehr Produktivität, Kreativität, Zusammenarbeit und Innovation führen?“ Um dies zu beantworten, hat Microsoft über 20.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (1.000 davon aus Österreich) in 21 EU-Ländern befragt.

Die Schlüsselfragen hierbei waren:

  • Welche Technologien nutzen die Menschen im Rahmen ihrer täglichen Arbeit?
  • Wie werden sie dabei von ihren Vorgesetzten unterstützt? (Teilen von Informationen, Aus- und Weiterbildung, IT-Support)
  • Wie produktiv, kreativ, innovativ können sie in diesem Umfeld aus Technologie und Unternehmenskultur arbeiten?

Die Studie bestätigt, dass Technologie produktiver und kreativer macht, sowie zu bedeutenden Wettbewerbsvorteilen führt. Weiters hat sie aufgedeckt: Technologie alleine ist nicht genug – der Mensch bleibt im Mittelpunkt. Denn der Einsatz von Technologien ohne begleitende Maßnahmen kann unter Umständen den Workflow der MitarbeiterInnen eher bremsen als antreiben oder das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens sogar maßgeblich behindern.

Digitale Transformation: Technologie muss in der Kultur verankert sein

Digitalisierung ist nicht als Option zu sehen, sondern vielmehr als rasanter und irreversibler Kulturwandel, der massive Produktivitätsfortschritte und zahlreiche Vorteile für Unternehmen wie auch Konsumenten mitbringt.

Einer der wichtigsten Eckpfeiler, damit Technologie zu Verbesserungen führt, muss eine starke digitale Unternehmenskultur sein. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich die Geschäftsleitung in gleichem Maß mit der Digitalisierung auseinandersetzt wie das Personal selbst. Denn nur wenn Manager im Rahmen ihres eigenen Technologieeinsatzes mit gutem Beispiel vorangehen und wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das notwendige digitale Training erhalten, lassen sich Potentiale heben gewinnbringend nutzen. Doch gerade bei Transformationsprozessen sowie dem Schaffen effizienter Rahmenbedingungen für die jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinkt Österreich im EU-Vergleich deutlich hinterher.

Die Ergebnisse der Studie im Detail:

  • 13 Prozent der österreichischen ArbeitnehmerInnen geben an, aktuell kaum produktiv arbeiten zu können.
  • Gerade einmal jede/r achte ArbeitnehmerIn hat heute bereits die Möglichkeiten ihre/seine Innovationskraft in das Unternehmen einzubringen (12 %).
  • Und nur 12 Prozent geben an, in Ihrem Job die dafür notwendigen Rahmenbedingungen vorzufinden, um wirklich ihr Bestes geben zu können.
  • Österreichische Unternehmen, die bereits eine gute „digitale Unternehmenskultur“ etabliert haben (Flexibilität, Support vom Vorgesetzen, Weiterbildung, fortschrittliche IT-Nutzung, entsprechende Trainings etc.) punkten in den Bereichen Mitarbeiter-Produktivität, -Innovation, sowie ihr Bestes geben zu können mit rund doppelt so hohen Werten (Produktivität: 25 %; Innovation: 29%; Bestes geben: 32%).
  • Besonders deutlich wird der österreichische Nachholbedarf jedoch, wenn man die österreichischen Top-Werte mit jenen der Top-Unternehmen aus den EU-Ländern vergleicht. Dort konnten die Werte verfünffacht werden.

„Wenn innovative Technologie mit der richtigen Unternehmenskultur einhergeht, können Menschen smarter und produktiver arbeiten“, so Michael Rehberger. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geraten in einen sogenannten Flow-Zustand, sie erledigen eine Aufgabe also mit vollem Fokus, Energie und Leidenschaft. Wenn sie ihren Flow finden, liefern die Arbeitnehmer mit weniger Aufwand bessere Leistung – eine Win-Win-Situation.“

Unternehmen mit gut verankerter digitaler Unternehmenskultur profitieren also von einem starken Anstieg der innerbetrieblichen Innovationskraft. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich kreativer und arbeiten besonders gerne im Team. Zwei essenzielle Eigenschaften, wenn es um den Wettbewerb in einer zunehmend digitalen Welt geht.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gaben auch an, dass sie sich in einer starken digitalen Unternehmenskultur im Stande fühlen, beste Arbeit zu leisten, sich ernstgenommen und als Teil des Teams sehen. Wohlklingende Job-Descriptions und ein üppiges Gehalt reichen heutzutage schon lange nicht mehr aus, um die besten Köpfe für sich zu gewinnen und langfristig zu halten – diese möchten sich aktiv in das Unternehmen einbringen können.

Warum ist das so wichtig?

Dass sich die Welt der Arbeit durch die Digitalisierung massiv im Umbruch befindet, ist unbestreitbar. Sie ist schneller und disruptiver geworden. Globalisierung und Digitalisierung überwinden dabei örtliche, finanzielle und zeitliche Grenzen, um nur ein paar Bereiche zu nennen, die dem Wandel unterliegen. In diesem neuen Umfeld greifen starre Arbeitsmodelle nicht mehr, um unternehmerischen Erfolg zu sichern. Unternehmen müssen Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. „Und Technologie ist dabei zwar ein tolles Werkzeug – es ist jedoch die Leidenschaft und das Können der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Zukunft eines Unternehmens in unserem disruptiven Zeitalter maßgeblich vorantreiben und positiv beeinflussen“, so Michael Rehberger abschließend.

Damit dies möglich ist, muss die digitale Transformation in die Unternehmenskultur integriert und das Personal dadurch gestärkt werden.

Der Ansatz ist dabei ganz klar: Die Arbeitsbedingungen müssen der sich wandelnden Welt angepasst werden. Produktivität, Kreativität, Engagement sowie Zusammenarbeit werden immer wichtiger. Doch, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Kernqualifikationen auch tatsächlich im Arbeitsalltag leben können, braucht es die richtigen Tools und die passende Umgebung. Lediglich Unternehmen, die diesen Kulturwandel erfolgreich meistern, werden auf dem hart umkämpften globalen Märkten langfristig bestehen können. Microsoft steht Unternehmen selbstverständlich als Partner auf Augenhöhe zur Seite, um den Wandel zu meistern und unternehmerische Erfolge zu sichern.