positiveEmotionen_1050

Emotionen: Wer gut drauf ist, hat’s besser im Leben

„Wer gut drauf ist, hat den besseren Überblick, das bessere Problemlöseverhalten und ist weniger schnell aus der Balance zu bringen”, weiß Psychologin und Bestseller-Autorin Dr. Ilona Bürgel.

Positive Emotionen als Auszeit in Stressphasen

Die Psychologin Barbara Fredrickson hat herausgefunden, dass es nützlich ist, bei schlechter Stimmung an etwas Positives zu denken. Zum einen gleichen die guten Gefühle die negativen in der Wirkung auf Körper und Geist aus. Das heißt, wer etwas Freudvolles erlebt oder denkt, erholt sich zum Beispiel auf Herzkreislaufebene nach einer Angsterfahrung schneller. Zum anderen erleichtert uns eine positive Stimmung die Wahrnehmung positiver Dinge. Das verbessert die Stimmung und ein positiver Kreislauf entsteht, mit dem wir auch andere „anstecken“ können.

Positive Emotionen ermöglichen eine Art Auszeit in Stressphasen. Außerdem: Positives Denken ersetzt negative Gedanken, indem es Positives stärkt. Normale Alltagsroutinen wie Essen oder die Fahrt zur Arbeit werden positiver wahrgenommen. Schließlich wird insgesamt häufiger positiv gedacht und interpretiert und das wiederum fördert das Wohlbefinden.

7 Regeln, wie Sie Veränderungssituationen für sich nutzen

1. Sorgen Sie gut für sich

Wer ausgeglichen und gelassen ist, reagiert anders auf schlechte Nachrichten. Er kann sie besser relativieren und wird sich weniger aufregen. Wir sind weniger anfällig für Neid und Sorgen. Wer gut drauf ist, hat den besseren Überblick, das bessere Problemlöseverhalten und ist weniger schnell aus der Balance zu bringen. Menschen, denen es gut geht, sehen, nutzen und erweitern ihre psychischen Ressourcen und sind dadurch nicht nur kreativer, motivierter und energievoller, sondern auch hilfsbereiter und sozial engagiert.

2. Wohlbefinden braucht Anstrengung

Wohlbefinden wird in der neuen Wissenschaft mehr als bisher über angemessene Anstrengung definiert. Für Sie heißt das, dass jede Veränderung eine Anpassung in der Nutzung der eigenen Stärken und Ressourcen erfordert. Und genau diese Anstrengung wird mit Wohlbefinden belohnt. Erwarten Sie daher, dass jede Veränderung mindestens eine Chance bringt: die zu wachsen.

3. Zählen Sie die guten Dinge des Tages

Glückliche Erinnerungen führen zu optimistischeren Erwartungen für die Zukunft. Zählt man eine Woche lang angenehme Dinge des Tages zusammen, fühlt man sich danach noch glücklicher und dankbarer. Viel zu oft übersehen wir das Gute und Angenehme. Weil wir daran gewöhnt sind, wir auf etwas Anderes warten oder zu gestresst sind.

4. Tun Sie so als ob

Gute Gefühle, egal ob echt oder unecht, wirken und machen z. B. stressresistenter und gesünder. Gerade in Krisenzeiten laden wir viel zu viel auf die Belastungswaagschale unseres Lebens. Da wir nicht wissen, wie lange die Krise anhält und wir nur in einem guten mentalen Zustand gute mentale Lösungen finden, ist die beste Investition die in die Waagschale unseres Wohlbefindens.

5. Setzen Sie auf Resilienz

Wir haben schon so viel in unserem Leben hinbekommen, sind aus Krisen gestärkt hervorgegangen, haben gelernt, was nötig war. Jeder hat Veränderungen aller Art hinter sich gebracht. Wir sind viel resilienter als wir manchmal glauben. Erinnern Sie sich z. B. mit Ihren Teams an konkrete Situationen, die Sie bewältigt haben. Das stärkt das Vertrauen in sich und die Zukunft. Gab es nicht auch bei der letzten Umstrukturierung zu wenige und zu späte Informationen? Und trotzdem hat sie am Ende funktioniert. Suchen Sie nach guten Beispielen, wie Sie das damals hinbekommen haben und machen Sie das Gelungene nach.

6. Befassen Sie sich mit Tatsachen statt mit Spekulationen

Besorgen Sie sich Fakten zu dem, was alle bewegt. Wenn diese noch nicht da sind, dann heißt es abwarten. Fragen Sie sich, wenn Sie nachdenken, „Ist das eine Information oder eine Spekulation?“

7. Halten Sie zusammen

Soziale Unterstützung ist einer der Schlüsselfaktoren, um in den „Flow“-Zustand zu kommen, den Zustand optimaler Leistungsfähigkeit. Dieser Faktor kann immer gefördert werden, auch und gerade wenn die Zeiten unsicher oder besonders anstrengend sind. Stärken Sie den Zusammenhalt, investieren Sie in kleinste gemeinsame Aktionen. Ermutigen Sie zur gegenseitigen Hilfe.

Den vollständigen Artikel von Dr. Ilona Bürgel lesen Sie in unserem eMagazin BILDUNGaktuell.

Hier klicken und eMagazin online lesen

 

Sie haben eine eMagazin-Ausgabe verpasst? Hier geht’s zum Online-Archiv!