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Webinare als Weiterbildungsturbo?

Webinare als Weiterbildungsturbo?

Anfang Mai startete die Premiere der Conference Tour im MediaPark in Köln. Der Auftakt einer ganzen Reihe von Regionalkonferenzen, die über das Jahr 2012 in Kooperation mit der größten europäischen Bildungsmesse „didacta“ stattfinden werden. Diese bieten die Gelegenheit, sich zum Thema Zukunft der Weiterbildung zu orientieren und sich über Erfahrungen, insbesondere über den Einsatz der digitalen Medien im Bildungsprozess, mit Experten, Lösungsanbietern und Bildungsmanagern auszutauschen.

Viele Themen spielen eine wichtige Rolle in der Weiterbildung: Wohin führt uns der demografische Wandel, schrumpft doch die Bevölkerung in Deutschland bis zum Jahr 2050 um sieben Millionen Menschen? Wie können wir die Erfahrungen von älteren Mitarbeitern binden, damit diese ihr Wissen nicht mit in den Ruhestand nehmen und welche Rolle spielen die neuen Medien im Wettbewerbsfaktor „Weiterbildung“?

Tjalf Nienaber, Bereichsleiter WEBACAD, wird in seinem Vortrag „Webinare als Weiterbildungsturbo“ genau darauf eingehen. Er zeigt, wie Unternehmen Webinare zeit- und kostensparend sinnvoll in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter integrieren können und welche Möglichkeiten dieses Tool bietet.

„Wir wollen mit der Konferenztour nachhaltige Konzepte, zukunftsorientierte Strategien und erfolgsrelevante Aspekte der Einbeziehung digitaler Medien in den Weiterbildungsprozess voranbringen.“ so der Konferenzleiter Frank Siepmann. Die Digitalisierung unserer Lebenswelt macht vor dem Thema Weiterbildung nicht halt, ist sich Siepmann sicher und er prognostiziert einen starken Wandel in der Weiterbildungslandschaft: „Die Halbwertzeit des Wissens sinkt immer schneller und die künftigen Wissensbedarfe sind ohne Einbeziehung digitaler Medien kaum noch darstellbar. Bereits 2020 werden 75 Prozent der Arbeitsplätze computergestützt sein.“

Mehr als 1.000 Euro pro Mitarbeiter werden pro Jahr in die berufliche Weiterbildung investiert – das sind jährlich fast 27 Milliarden Euro. Wie gut ist dieses Geld angelegt und wie sehen die Weiterbildungsmöglichkeiten künftig konkret aus? Auf diese und andere Fragen findet die Anwenderkonferenz des eLearning Journals Antworten und fördert den Austausch zwischen Wirtschaft, Bildungsträgern und Wissenschaft, die fortwährend neue Erkenntnisse über den menschlichen Lernprozess entschlüsselt.

Während international, insbesondere in den skandinavischen Ländern, Weiterbildungskonzepte wie z. B. Blended Learning, Game Based Learning, Workplace Learning oder Mobile Learning längst zum Bildungsstandard gehören, geht die Einbeziehung aktueller Bildungstechnologie in den Weiterbildungsprozess in Deutschland sehr schleppend voran. Das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung weist im eLearning Wirtschaftranking 2011 einen Umsatz von 348,4 Millionen für eLearning-Lösungsanbieter aus. Das entspricht nicht einmal 2 Prozent des jährlichen Weiterbildungsbudgets in Deutschland. „Diese Zahlen belegen einen großen Orientierungsbedarf für Weiterbildungsentscheider. Ohne ausreichende Kenntnisse entstehen auch keine konstruktiven Wahlmöglichkeiten. Bereits heute stellen Bildungsmanager die Weichen für morgen und übermorgen. Genau hier setzt die Konferenztour „weiterbilden 2.0″ an“, unterstreicht Nadine Klings von der Regiestelle des Veranstalters die Bedeutung der Veranstaltungsreihe.

Links zum Thema
www.managementcircle.de
www.eLearning-journal.de

Foto: iStockphoto

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