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Mehr Zufriedenheit im Job und Leben

Termindruck und erhöhte Anforderungen im Joballtag machen vielen Menschen zu schaffen. Was helfen kann, sind maßvolle Auszeiten und die Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst, erklärt Management-Coach Michaela Grüsser.

 


Michaela GrüsserMichaela Grüsser ist Management-Consultant und Führungskräfte-Coach. Sie begleitet Unternehmen in Organisations- und Personalentwicklungsprojekten und leitet Change-Management-Projekte für nationale und internationale Unternehmen.


Mach doch mal Pause!

Telefonieren, tippen, Termine checken, alles während eines Meetings und am besten noch gleichzeitig. Geschwindigkeit ist das Gebot der Stunde – wir leben auf der Überholspur. Wir werden täglich mit Millionen Eindrücken überflutet, die kaum mehr zu bewältigen sind. Selbst im Schlaf finden wir keine Ruhe, unser Gehirn muss die Informationen des Tages verarbeiten. Gleichzeitig möblieren wir unser Leben mit Geräten und Instrumenten, die dem Kult der Beschleunigung huldigen – und bringen mit den Zeitsparversprechen diverser Gadgets auch gleich die Zeitnot mit ins Haus.
Wie beschäftigt sind wir doch alle, unser Lebenstempo, die Hast, den Zeitdruck täglich noch ein Stück mehr zu steigern. Wir wollen überall erreichbar sein – oder „müssen“ es gar, sind immerzu auf dem Sprung. Ununterbrochen setzen wir uns einem extrem hohen Aufmerksamkeits- und Stressniveau aus. Zunehmende Mobilität, die unglaubliche Zunahme der Beschleunigung testet unsere Belastbarkeitsgrenzen in einem Maß aus, das sich bis vor kurzem noch niemand vorstellen konnte.

Mach mal Pause!

 

 

 

Wie aber können wir trotz vorherrschender Aufgeregtheit und umtriebigem Aktionismus in unserem Umfeld (und in uns) weiterhin die geforderten hervorragenden Leistungen bringen? Wie schaffen wir es, uns bei all dem nicht noch mehr auszubeuten und selbst lahmzulegen.

Stress hat man nicht – Stress macht man sich. Und zwar aus dem dubiosen Empfinden heraus, nicht genügend Zeit zu haben, in Selbstzweifel zu verfallen oder ängstliche Fantasien aufzubauen, die uns blockieren. Mit wachsender Beanspruchung ist es unabdingbar, genau darauf zu achten, welche Form der „Selbstgespräche“ wir täglich führen, welche Vorstellungen wir entwickeln, und wie groß der Glaube an die eigene Bewältigungsfähigkeit ist. Denn davon wird die Konzentration auf unser gegenwärtiges Handeln, auf das Hier und Jetzt wesentlich beeinflusst und wirkt stabilisierend – oder destabilisierend auf unser Tun und unsere Entscheidungen.

Warum gestatten wir uns nicht, den Mut zu fassen, aus der Komfortzone des gewohnten Seelenzustandes auszubrechen und in die Abenteuerzone der wahren Entspannung und Achtsamkeit vorzudringen?
[… ab Seite 9 im eMagazin]