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Schulprojekt: 400 SchülerInnen forschen zum Klimawandel

Über 400 Schülerinnen und Schüler von sechs Young Science-Gütesiegelschulen setzten sich im auslaufenden Schuljahr mit dem Klimawandel, seinen Auswirkungen und Strategien zur Minderung seiner Folgen auseinander. Eng mit aktuellen Forschungen des Climate Change Center Austria (CCCA) verknüpft, leisten die Schulprojekte so einen relevanten Beitrag zur österreichischen Klimaforschung. Die Projektergebnisse wurden am 12. Juni an der WU Wien präsentiert.

Dabei forschten die SchülerInnen in unterschiedliche Richtungen: So untersuchten sie beispielsweise nachhaltige Mobilitätskonzepte in der Stadt Graz, die Häufung von Extremniederschlägen oder mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf Insekten-, Spinnen- und Vogelgesellschaften im Wienerwald. WissenschaftlerInnen des CCCA standen ihnen dabei hilfreich zur Seite.

Schulprojekt liefer Forschungsergebnisse und Lösungsansätze

Am Ende eines intensiven Schuljahrs präsentierten nun die SchülerInnen von sechs Schulen (Sir Karl Popper Schule Wien, Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule (HLFS) Ursprung, BRG Kepler Graz, Akademisches Gymnasium Graz, PG/RG Sacré Coeur Pressbaum, BG/BRG Gmünd) ihre Ergebnisse im Rahmen einer Festveranstaltung. Diese sind so vielfältig wie die Projekte selbst: SchülerInnen der Sir Karl Popper Schule Wien etwa zeigten die Probleme auf, die der Klimawandel für die Bienen – und in weiterer Folge auch für die Menschen – mit sich bringt. SchülerInnen der HLFS Ursprung haben die Fragen und Antworten aus ExpertInnen-Interviews zur nachhaltigen Gestaltung unserer Gesellschaft in Form einer Broschüre und als Film festgehalten. Die Produkte sollen interdisziplinäre Denkanstöße zum Klimawandel bieten.

Den Auftakt zur Veranstaltung gab Fred Luks von der Wirtschaftsuniversität Wien: „Der Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Es ist großartig, wenn sich Schülerinnen und Schüler mit diesem wichtigen Thema beschäftigen. Ich freue mich sehr, dass sie ihre Projekte an der WU präsentieren.“

Das Projekt ist eingebettet in eine umfangreiche Nachwuchsförder-Initiative des Wissenschaftsministeriums. Unter dem Motto „Gemeinsam für nachhaltige Entwicklung – The Future We Want“ wurden hier 2013/2014 drei große Teilprojekte gefördert: Einerseits absolvierten 100 Jugendliche letzten Sommer ein Praktikum in einer Forschungseinrichtung zum Thema Nachhaltigkeit. In einem zweiten Schritt setzten sich Jugendliche im Rahmen eines fächer- und klassenübergreifenden Schulprojekts mit dem Thema „Rohstoffe und ihre Endlichkeit“ auseinander. Die Projekte zum Klimawandel beenden nun den dritten Teil der Forschungsreihe. Christian Smoliner vom BMWFW erklärt: „Mit dieser Initiative möchte das BMWFW junge Leute neugierig machen auf Wissenschaft, Forschung und Innovation. Durch die Kooperationen in den wissenschaftlichen Projekten und den intensiven Meinungsaustausch mit KlimaforscherInnen werden Kontakte zu Forschungseinrichtungen geknüpft, die für den späteren Berufsweg nützlich sein können.“ OeAD-Geschäftsführer Hubert Dürrstein ergänzt: „Der OeAD freut sich, diese Initiative begleiten zu können. Es gelingt uns damit, jungen Menschen nicht nur einen Einblick in die globalen gesellschaftlichen Herausforderungen (Grand Challenges) zu geben, sondern sich mit spezifischen Forschungsthemen, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen sollen, intensiver auseinanderzusetzen.“

Die Nachwuchsförder-Initiative wurde vom BMWFW initiiert und finanziert. Abgewickelt wird sie von Young Science, dem Zentrum für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schule, das im OeAD (Österreichischer Austauschdienst) angesiedelt ist. Der OeAD ist die Servicestelle für internationale Mobilität und Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Forschung und Schnittstelle zu Bildungsangeboten für alle Lebensphasen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.youngscience.at