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Neues Schul-Beratungszentrum für interreligiöse und interkulturelle Fragen in Wien eröffnet

Neues Schul-Beratungszentrum für interreligiöse und interkulturelle Fragen in Wien eröffnet

Neues Schul-Beratungszentrum für interreligiöse und interkulturelle Fragen in Wien eröffnetSchulen in Ballungsräumen weisen bis zu vierzig verschiedene Erstsprachen und bis zu zwanzig Religionsbekenntnisse bzw. Konfessionen der SchülerInnen auf. Das neue Beratungszentrum für interreligiöse und interkulturelle Fragen bietet ab sofort Schulleitungen, LehrerInnen, Lehramtsstudierende und Eltern Unterstützung an bei der Lösung von Problemen und der Einbeziehung religiöser und kultureller Vielfalt in den Unterricht.

Diversität als Chance begreifen – Dialog ist „Vepflichtung für alle Menschen“
„Religiöse und kulturelle Vielfalt in der Schule bietet die Chance, voneinander zu lernen. Sie steht zugleich vor die Herausforderung, Verständigungs- und Verständnisprobleme zu lösen“, betonte Dr. Christoph Berger, Rektor der KPH Wien/Krems, bei seiner Eröffnungsrede des Beratungszentrums am 21.11. am KPH Standort Wien/Strebersdorf. Im Sinne einer Kultur der Anerkennung sei es daher absolut notwendig, unterschiedliche religiöse und kulturelle Identitäten im schulischen Raum wahrzunehmen und wertzuschätzen. Respektvoller, dialogischer Umgang miteinander sei dafür Grundvoraussetzung.

Die Vorsitzende des Hochschulrats, Dr. Christine Mann, wies in ihren Grußworten auf einen der Eckpfeiler der Grundphilosophie des Zentrums hin: „Interreligiöse und interkulturelle Begegnung ist nur möglich, wenn Menschen religiös und kulturell beheimatet sind.“ Auch der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Fuat Sanaç, betonte die Wichtigkeit eines beiderseitigen Dialogs: „Zuwendung zum Anderen im Dialog ist eine Sache des Herzens, eine Verpflichtung für alle Menschen“!

Konkrete Unterstützung durch ExpertInnen aus unterschiedlichen Kulturkreisen
Das Beratungszentrum bietet Unterstützung wenn kulturelle Verständigungsprobleme etwa in der Elternarbeit auftreten, es zu Konflikten aufgrund unterschiedlicher religiöser oder kultureller Herkunft kommt oder wenn es gilt, mit religiösen Vorschriften und Bräuchen im Schulalltag verständnisvoll umzugehen.

Zu diesem Zweck werden BeraterInnen unterschiedlicher Religionen und Kulturen vermittelt. Auf diese Weise werden multiperspektivische Zugänge möglich. Aus einem Pool von namhaften ExpertInnen werden nach einem telefonischen Erstkontakt je nach Bedarf jene vermittelt, die situationsbezogen am kompetentesten sind. Bei interreligiösen Fragen bzw. Konflikten werden nach Möglichkeit BeraterInnen aller betroffenen Religionen/Konfessionen eingeschaltet.

Angebot an Fortbildungsveranstaltungen für Schulen
Neben der konkreten Beratungstätigkeit bietet das Beratungszentrum Fortbildungsveranstaltungen an Schulen zu relevanten Themen an, etwa Workshops für interkulturelle, interreligiöse Literatur und deren Vermittlung.

Informationen zum Beratungszentrum für interreligiöse und interkulturelle Fragen finden Sie unter www.interreligioese-beratung.at
Foto: iStockphoto