Forum: Hat unsere Bildungspolitik noch eine Chance?

Forum: Hat unsere Bildungspolitik noch eine Chance?„Wir brauchen eine umfassende bildungspolitische Diskussion. Die Bildungspolitiker so gut wie aller Parteien sind in Wirklichkeit abgetreten“, schreibt Dr. Erhard Busek in dieser Ausgabe des eMagazins BILDUNGaktuell [als PDF öffnen]. Der ehemalige Wissenschafts- und Unterrichtsminister fordert ein Umdenken in der Bildungspolitik, eine „aggressive Gegenstrategie zu allen möglichen Finanz- und Wirtschaftskrisen“.

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Hier ein Auszug aus den bisherigen Kommentaren:

Ing. Peter Sinnl VDI sagt:
Jede Diskussion bedarf einer wahrhaftigen Offenlegung der Tatsachen. Hier ein Beispiel zur Lehrerbildung: Die ehemaligen Pädagogischen und Berufspädagogischen Akademien wurden durch die Pädagogische Hochschule ersetzt. Leider wurden auch hochqualifizierte Mitarbeiter besonders an der PH-Wien durch weniger bis gar nicht qualifizierte ersetzt. Sie genügten wahrscheinlich der “Selbstdarstellung” der Rektorin nicht. Ich bin froh, dass ich aus Altersgründen dort schon früher in Pension gegangen bin. Vielleicht haben die Politiker wie schon so oft in diesem Land ihre Fachkundigen z. B. aus der Gender-Wühlkiste gezogen – nun es ist ja immer noch Fasching in diesem Land. Wie heisst es bei Friedrich Schiller so schön: … weh dem, der zu der Wahrheit geht durch Schuld, ihm wir sie nimmermehr erfreulich sein …

Mag. Hubert Völkl sagt:
Was Busek schreibt, kann ich nur bejahen. Unsere Regierung diskutiert über die Verschrottungsprämien, Raucherverordnungen etc. und ignoriert die Bildungsmisere in Österreich. Wo bleiben da die Strategien??? Es ist nur ein Parteien-Hickhack, bei dem sich die Politiker auf Kosten der Bevölkerung profilieren wollen. Was hat Gehrer umgesetzt? Was machen Schmied und Hahn? Die Antwort ist einfach und kurz.

Anton sagt:
so toll war der busek als unterrichtsminister auch nicht. jetzt im nachhinein ist leicht schwätzen. bm schmied bringt mehr auf die reihe als die gehrer. ist zwar nicht schwer, aber wenigstens macht sie was.

Franz Berger sagt:
unsere schulen und unis sind teilweise in einem erbärmlichen zustand. jetzt verkauft uns die regierung die längst notwenige sanierung der gebäude als konjunkturpaket. na bravo.

Elisabeth sagt:
“Die Bildungspolitiker so gut wie aller Parteien sind in Wirklichkeit abgetreten” finde ich gut! die sind ja sowas von nicht existent. ein danke an bildung aktuell: endlich mal ein bildungsmagazin, das nicht das übliche ministergequatsche bringt

Bildungsexperte sagt:
dass das geld fließt glaubt man erst, wenn es da ist. aber wenn hahn wirklich die unis stärken möchte, dann muss er ihr gesamtbudget erhöhen

Claudia sagt:
Warum hat Herr Busek erst jetzt so gute Ideen? Ich finde, dass Frau Ministerin Schmied ihre Sache sehr gut macht. Auch Herr Minister Hahn macht einen guten Job. Wozu diese künstliche Aufregung des Herrn Busek?

lehrer nr.1 sagt:
Gestern hat die Schmied eine Studie über die Bedeutung der Bildung in der Wirtschaftskrise präsentiert, weil man “den Stellenwert der Bildung nicht oft genug untermauern kann”. Dazu braucht es eine Studie? Warum setzt sie nicht endlich konkrete Maßnahmen??? Was hat die gute Frau bisher denn getan??? Eigentlich ist diese Bildungspolitik ein Skandal.

krawuzikapuzi sagt:
haben hahn und schmied denn wirklich eine ahnung von ihrem job? in diesen positionen braucht es keine dampfplauderer, sondern experten, die sich auch auskennen. da kann sich anscheinend jede/r als Bildungsexperte/in aufplustern. und ich fordere: ein/ lehrer/in als unterrichtsminister/in und eine/n forscher/in als wissenschaftsminister/in. hahn und schmid sollten besser wieder ihre alten jobs annehmen. was hat der hahn eigentlich früher gemacht????

h.b. sagt:
wer wird den vielen akademikern das auto reparieren, das haus bauen, die waschmaschine reparieren, das essen servieren, die haare schneiden, die wurstsemmel einpacken usw.???????? mir geht dieses gesuder auf die nerven. alle wollen einen magister haben, aber den dreck auf der straße will keiner mehr wegräumen

fujijama sagt:
Und wer wird dir die richtige Diagnose stellen? Die Waschmaschine konstruieren? Ein neues Medikament erforschen? usw. Wenn alles so einfach wäre. Dr. Busek hat recht. Was wir jetzt brauchen, ist eine Strategie. Und zwar sehr schnell.

Foto: istockphoto



  1. Erika

    Langsam wird die Zeit zu knapp. Die Politik hätte schon längst handeln müssen. Gusenbauer hat viel versprochen und nichts davon gehalten. Tja, da kann sich der Feymann fein rausreden …

  2. Fritzi

    was hat der faymann jetzt damit zu tun? schüssel, molterer & gehrer haben total versagt gehabt. den gusi hat die övp noch ausbremsen können. der hat zu viele baustellen gehabt. kein wunder, nach so einer schwarz-blauen regierung.

  3. Petra L.

    Schade, dass Dr. Busek nicht mehr aktiv in der Politik tätig ist. Ich könnte ihn mir sehr gut als Unterrichts- und Wissenschaftsminister vorstellen. Er hat auch den Vorteil, dass er nicht mit den Rechten – ähh Pardon – mit den Blauen und Orangen packeln würde. Was die österreichische Bildungspolitik braucht? Mehr Initiative, mehr Geld und vor allem auch mehr Mut.

  4. Gustav Gans

    bin selbst lehrer und ärgere mich jeden tag über diesen !“§$%&, den unsere politiker da verbocken. schmied und hahn sollten lieber an einem strang ziehen. was die beiden letztes jahr da geliefert haben war ein graus. und das alles auf kosten der lehrer!!!!!!

  5. Michaela

    Wenn ich mir so einige Lehrer-Kollegen anschaue, wundert es mich nicht, wenn die Bildung in der Krise steckt. Die rattern ihren Stoff Jahr für Jahr runter, haben keine Ahnung von moderner Pädagogik, Computer sind Ihnen im Unterricht suspekt Originalzitat: „surfen sollen sie zuhause (die schüler)“
    Was kann man von so Pädagogen denn erwarten? PISA macht es deutlich!

  6. Gustav Gans

    @ michaela: mit pisa hat das nix zu tun. man kann halt nicht immer und überall den ‚blechtrottel‘ verwenden. ist halt so. die jugendlichen müssen einfach mehr lernen. punkt. wir sind mittlerweile mehr mit der „erziehung“ beschäftigt als mit dem unterrichten. und die erziehung ist immer noch elternsache und nicht die der schule/lehrer.

  7. Rohrstaberl

    Was die Bildung braucht: eine bessere Lehrerausbildung, eine permanente Qualitätsprüfung, mehr Geld für Forschung & Lehre, bessere Infrastruktur (keine desolaten Gebäude mehr!). Ist nicht soviel, aber es sind die Basisfaktoren. Was ich noch anregen möchte: warum sollen Lehrer nicht auch regelmäßig zu einem Qualitäts-Audit. Hier sollten das jeweilige Fachwissen, Präsentationsfähigkeiten und die digitale Medienkompetenz regelmäßig überprüft werden – und für die bestandene Prüfung gibt’s ein „ISO-Zertifikat“

  8. Dr. Gottfried Hörman

    Das Thema Bildung wird immer nur dann aus der Regierungs-Schublade geholt, wenn es wieder mal viel zu spät ist. Pisa hat uns längst gezeigt, wo die Probleme in unserem Schulsystem liegen. Auch im OECD-Vergleich schneidet Österreich nicht gut ab. Da hilft es auch nicht, noch mehr Geld in alte Strukturen und Denkweisen zu investieren. Ich stimme Dr. Busek voll zu: es braucht eine intensive und umfassende bildungspolitische Diskussion. Und eine neue Strategie.

  9. Egon Dirks, Rentner

    Unsere in D und Ö Tragödie ist: Die Demagogie! Aus diesem Grunde haben wir „Lernen“ mit „Bildung“ ersetzt! Nehmen wir den wichtigsten Fach-Mathe! Die Grunglagen der Schulmathe sind 2,5 tausend Jahre alt, die gesamte Welt lernt diese uralte Weisheit, nur bei uns wird da „geforscht“, neue Unterrichtsmethoden und Strategien gesucht, blödsinnige Förderprojekte erarbeitet. „Wir müssen, wir müssen!“
    Alles nur rundum, nichts Konkretes, reines Bla-bla und nichts mehr…


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