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Smalltalk-Typologie: Vom Schwätzer bis zum Nörgler

Teil 2 der Smalltalk-Serie: Ob in der Kaffeeküche, beim Chef oder im Aufzug: „Schönes Wetter heute“, über „Gestern Bundesliga gesehen?“, bis hin zu „Die Chefsekretärin hat heute wieder Klamotten an, die nach Wühlkiste schreien!“ Jeder hat seine persönlichen Vorlieben für das Gespräch zwischen Tür und Angel. Doch nicht jede Methode führt auch zum Erfolg. Lernen Sie hier die fünf wichtigsten Smalltalk-Typen im Büro kennen und erfahren Sie, mit welcher Variante man besonders schnell zum Ziel kommt. Eine Serie von Netzwerk-Spezialistin Dr. Magda Bleckmann.

Typ 1: Der Charmante (… der mit Komplimenten um sich wirft!)

Wenn der charmante Smalltalker den Raum betritt, geht die Sonne auf. Jeder freut sich über die netten Worte, die er seinem Gegenüber schenkt. Denn er sieht in allem das Positive. Fühlen Sie sich durchaus geschmeichelt – aber seien Sie auch vorsichtig: Denn unter Umständen verschenkt er manchmal dann doch zu viele Komplimente. Halten Sie Abstand vor Schleimerei und geben Sie auch selbst nur ehrlich gemeinte Komplimente zurück.

Typ 2: Der Schwätzer (… der labert und labert und labert und einen nicht gehen lässt!)

Ihr Gegenüber hört nicht auf zu reden? Ihr Smalltalk-Partner redet ohne Punkt und Komma auf Sie ein – und am liebsten würden Sie sich in Luft auflösen? In solchen Fällen nutzen Sie die (Atem- und Denk-)Pausen des Gesprächspartners, um ihn durch eine interessiert-ablenkende Frage zu unterbrechen. Dann können Sie sich selbst wieder ins Gespräch einbringen. Oder um das Gespräch schlichtweg zu beenden.

Typ 3: Der Introvertierte (… der gerne nur einsilbig antwortet und mit langweiligen Themen um die Ecke kommt!)

Nur weil Sie ein Gespräch als anstrengend und schleppend empfinden, bedeutet dies nicht, dass Ihr Gegenüber von Grund auf ein Langweiler ist. Es ist ebenso möglich, dass Sie es mit einer schüchternen Persönlichkeit zu tun haben, der es schwer fällt, ihr Interesse an Ihnen zu zeigen. Ergreifen Sie bei einsilbigen Antworten also selbst die Initiative und erzählen Sie auch ungefragt Ihre Sicht der Dinge. Mit spannenden und lustigen Geschichten, Themen und Fragen, können Sie das Gespräch bestimmt bald ankurbeln und die Zurückhaltung zum Schmelzen bringen.


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Typ 4: Der Nörgler (… der nur über negative Themen spricht und bei dem generell alles negativ ist!)

Ihr Gegenüber offenbart Ihnen seine gesamte Leidensgeschichte, nur um Ihr Mitleid zu bekommen? Ihm passen Veranstaltung oder aktuelle Umstände im Büro nicht, er beschwert sich über Wind und Wetter? Oder er schimpft sogar über andere Kollegen? Lassen Sie sich nicht von der negativen Einstellung der Nörgler den Tag vermiesen. Versuchen Sie dem Gesprächspartner eventuell an positiven Empfindungen Ihrerseits teilzuhaben. Seien Sie aber wohlwollend, wenn Ihr Gegenüber dies zulässt. Wenn er stattdessen lieber weiternörgelt, dürfen Sie ohne schlechtes Gewissen auch gerne das Weite suchen.

Typ 5: Der Perfekte (… so sollte der perfekte Smalltalktyp aussehen!)

Mit ihm will jeder stundenlange Gespräche führen. Er ist der Sonnenschein unter den fünf Smalltalk-Typen. Nur kurz stellt er sich selbst vor und ist stattdessen wohlwollend, positiv und interessiert sich primär für Sie. Das zeigt er mit ausreichend interessierten Fragen und einem offenen Ohr. Und noch bevor Sie überhaupt jemals ein persönliches Problem erwähnen können, weiß er schon, wie er Ihnen helfen kann – und mit welchen Kontakten er Sie verknüpfen kann, um Ihnen auf Ihrem Karriereweg weiterhelfen zu können.

Die Smalltalk-Serie im Überblick:

Teil 1: Vorbereitung ist alles – So kommen Sie ins Gespräch!
Teil 2: Smalltalk-Typologie: Vom Schwätzer bis zum Nörgler.
Teil 3: So gehen Sie auf Menschen leichter zu.