KindundKarriere_690

Kind und Karriere: Viele empfinden Kinder als Karrierebremse

Stellen Kind und Karriere für Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Widerspruch dar, oder lassen sich der Familiennachwuchs mit der Karriereleiter für sie durchaus miteinander vereinen? Eine repräsentative Studie hat Österreichs ArbeitnehmerInnen gefragt, wie sie den Einfluss von Kindern auf das berufliche Fortkommen bewerten.

1. Viele Österreicher glauben, dass sie durch Kinder beruflich zurückstecken müssen

Vier von zehn ÖsterreicherInnen (40 Prozent) sind der Meinung, dass Kinder einen eher negativen oder sehr negativen Einfluss auf die persönlichen Karrieremöglichkeiten haben. Lediglich rund ein Viertel der Befragten (25 Prozent) findet, dass Kinder die eigene Karriere positiv beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen auch, dass es bei der Einschätzung, ob Kinder für Unsicherheit in der Karriereplanung sorgen, starke Unterschiede zwischen Männern und Frauen herrschen: während 28 Prozent der Arbeitnehmer Kinder als hinderlich für die eigene Karriere sehen, haben 54 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen angegeben, Kinder als Karrierebremse zu empfinden. Ähnlich sorgenvoll sieht dies die Gruppe der Young Professionals: Sie stehen Kind und Karriere mehr als skeptisch gegenüber. So gibt rund jede zweite ArbeitnehmerIn (48 Prozent) im Alter zwischen 18 und 29 Jahren an, dass Kinder einen negativen oder sehr negativen Einfluss auf den eigenen Karriereverlauf haben.


Gefällt Dir, was du liest?

Melde dich für unseren Newsletter an und erhalte einmal im Monat alle neuen Beiträge per E-Mail. PLUS: Zusätzlich gibt es unser eMagazin als PDF kostenlos dazu!

Wichtiger Hinweis: Spam mögen wir nicht, deshalb: 0% Spam, 100% Know-how

 

2. Vor allem Vielverdiener halten die Vereinbarkeit von Kind und Karriere für eine Illusion

Die Umfrage zeigt, dass das Gehalt einen enormen Einfluss auf die Einstellung der österreichischen ArbeitnehmerInnen hat: während sich 36 Prozent der österreichischen Normalverdiener (bis unter 2.500 Euro) durch Familiennachwuchs negative Karriereaussichten erwarten, teilen bei der Gruppe der Vielverdiener (über 2.500 Euro) sogar 44 Prozent der Befragten diese Meinung.

3. Kind und Karriere: Selbstständige sind flexibler, was die Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben angeht

Uneinigkeit über die Auswirkungen von Kindern auf das Berufsleben herrscht zwischen Österreichs Selbstständigen und Angestellten: 43 Prozent der Selbstständigen können sich durchaus vorstellen auch mit Kindern ihre persönliche Karriere voranzutreiben. Unter Österreichs Angestellten glauben das nur 20 Prozent. Österreichs Mitglieder der Geschäftsleitung sind Kindern gegenüber am aufgeschlossensten – jeder zweite der befragten GeschäftsführerInnen (50 Prozent) gibt an, dass Kinder den Verlauf der Karriere positiv oder sehr positiv beeinflussen.

Über die Studie

Die Studie wurde von XING beauftragt und von Marketagent.com für Österreich umgesetzt. Im Rahmen der repräsentativen Befragung wurden zwischen 16.12.2015 und 25.12.2015 insgesamt 508 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren befragt.