Kollektivvertrag für private Bildungseinrichtungen

Dwora Stein, Geschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), fordert „eine Verbesserung der Qualität der Aus- und Weiterbildung auf allen Stufen – Schule, Universität, Beruf – sowie deutlich verbesserte Zugangsmöglichkeiten zur Bildung insgesamt“.

Im EU-Durchschnitt wenden die Unternehmen rund 2,3 Prozent der Arbeitskosten für betriebliche Weiterbildung auf, in Österreich sind es lediglich 1,3 Prozent. „Um die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen abzusichern, wird die GPA-DJP weiterhin Einfluss auf die arbeitsrechtlichen Bedingungen nehmen und im Rahmen der Kollektivverträge die Bildungsmöglichkeiten verbessern. Insbesondere ältere ArbeitnehmerInnen benötigen einen verstärkten Zugang zur Weiterbildung, um in Beschäftigung bleiben zu können“, so die Gewerkschafterin.

Es geht jedoch nicht nur um die Weiterbildung der ArbeitnehmerInnen allein, sondern auch um alle jene, die diese Bildung vermitteln. Dwora Stein: „Die Leistung der Menschen, die in Bildungseinrichtungen tätig sind, hängt ganz wesentlich von der Qualität der Arbeitsbedingungen ab. Gerade hier haben wir es verbreitet mit freien Dienstverträgen und prekären Arbeitsbedingungen zu tun. Die GPA-DJP hat sich daher die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der im Bildungsbereich Beschäftigten zum Ziel gesetzt. Aktuell verhandelt die GPA-DJP etwa den Kollektivvertrag für die privaten Bildungseinrichtungen (BABE), der eine wesentliche Grundlage für die Qualitätssicherung in diesem Bereich darstellt.“

Die GPA-DJP bietet allen Beschäftigten im privaten Bildungsbereich unter www.gpa-djp.at/education eine eigene Plattform zur Durchsetzung ihrer vielschichtigen Probleme, wie etwa die Freier DienstnehmerInnen an.

Informationen zum Kollektivvertrag finden Sie im Internet unter www.gpa-djp.at