Donau-Uni Krems in der Genderkrise

Müssen Bewerber für einen Rektorsposten männlichen Geschlechts sein? Copyright: istockphotoMüssen Bewerber für einen Rektorsposten männlichen Geschlechts sein? Diese Frage wird derzeit heftig an der Donau-Uni Krems diskutiert. „Die Entwicklung der Donau-Universität droht in eine Richtung zu gehen, die nicht jenen Bedingungen entspricht, unter denen wir unsere Berufungen bzw. Ernennung angenommen haben“, heißt es in einem offenen Brief, der von einem Großteil der Professorinnen und Professoren gezeichnet ist. Der Auslöser für diesen Protest: Die Bestellung des deutschen Burschenschafters Heinrich Kern (TU Ilmenau) zum neuen Rektor der Donau-Universität Krems. Die derzeitige Vizerektorin Ada Pellert wurde im Dreier-Vorschlag des Senats nicht einmal berücksichtigt, heißt es weiter in einem Standard-Artikel.
Böse Internet-Gerüchte behaupten, dass der Grund dafür u.a. im „Politlobbying“ von Univ.-Prof. Dr. Ada Pellert liege. Laut Standard ist Pellert von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) favorisiert worden, der sich aber auf Grund der Autonomie der Universitäten nicht durchsetzen konnte. Warum aber eine Frau als Kandidatin für den Rektorposten an der Akademie der bildenden Künste gescheitert ist und warum die Wiener Universität für Bodenkultur die ‚Erstgereihte‘ für den Rektorenjob zurückgewiesen hat, dürfte wohl andere Gründe haben.